Wissenswertes
Silber, Gold und seine Legierungen
Gängige Legierungen
925/- Silber (auch Sterlingsilber genannt)
8 Kt = 333/- Gold (Bedeutet: von 1000 Teilen sind 333 Teile Gold)
14 Kt = 585/- Gold (Bedeutet: von 1000 Teilen sind 585 Teile Gold)
18 Kt = 750/- Gold (Bedeutet: von 1000 Teilen sind 750 Teile Gold)
Gelbgold wird mit Silber und Kupfer legiert.
Mehr Silber Teile ergeben ein blasses Gelb, mehr Kupfer gibt Rotgold.
Weißgold erhält seine gräuliche (silberne) Farbe durch Zusatz von Palladium.
Vergolden
Als Vergolden bezeichnet man das Überziehen metallischer und nichtmetallischer Gegenstände mit Gold. Die meisten Goldüberzüge werden heute durch galvanotechnische Verfahren aufgebracht.
Rhodinieren
Das Rhodinieren ist eine chemische oder galvanische Beschichtung mit den Platinnebenmetall Rhodium. Eine Rhodinierung kann angewandt werden, um das Anlaufen von Silber zu verhindern.
Bisweilen rhodiniert man Schmuck aus Weißgold oder Palladium auch nur um einen helleren Silberton zu erzielen.
Edelsteine
Das Gewicht von Edelsteinen wird in Karat angegeben, wobei 1 Karat (Kt) = 0,2 g sind.
Von Edelsteinen geht eine ungeheure Faszination aus. Sagen und Mythen umranken sie, Menschen glaubten und glauben noch immer fest an die heilende Wirkung mancher Steine.
Gemmologie (die Wissenschaft der Edelsteine) ist ein weites Feld beziehungsweise Wissenschaft für sich.
Diamant - „der König der Edelsteine“

Er besteht zu 100% aus kristallisiertem Kohlenstoff.
Es ist das härteste natürliche Material, das wir kennen.
Seine Mohshärte ist 10.
Der Brillant ist eine besondere Schliffart des Diamanten. Ein Diamant darf erst dann als Brillant bezeichnet werden, wenn er 56 Facetten hat die alle in einem bestimmten genau festgelegten Winkel zueinander stehen.
Um den Wert eines facettierten Diamanten zu bestimmen dienen die so genannten 4 C als Grundlage einer jeden Bewertung.
| Colour | - | die Farbe |
| Clarity | - | die Reinheit |
| Cut | - | der Schliff |
| Carat | - | das Gewicht |
Einen ganz besonderen Reiz haben die farbigen Diamanten, auch "fancy Diamonds" genannt. Diese gibt es in allen Farben.
Mit 3.106 Karat (625,31 Gramm) ist der Cullinan der bis dato größte gefundene Roh-Diamant der Welt.
Am 26. Januar 1905 entdeckte man in Südafrika bei Pretoria, in der Premier Mine, diesen wunderschönen Diamanten. Dieser wurde nach dem Minenbesitzer Thomas Cullinan benannt. Der Stein wurde aufgekauft und dem britischen König Edward VII. zum 66. Geburtstag geschenkt. Der Rohdiamant wurde 1908 von dem berühmten Schleifer J. Asscher in Amsterdam in 105 Teile gespalten. Die größten und schönsten befinden sich im Londoner Tower und sind Teil der britischen Kronjuwelen. Der Cullinan 1 ist der größte Diamant und wiegt 520,2 Karat (106,04 Gramm).
Die Korund Familie
Der Korund ist mit einer Härte von 9 nach dem Diamant das zweithärteste natürlich vorkommende Mineral.
Besonders wertvolle Korunde sind der Rubin und der Saphir.
Rubin - „Ein Blutstropfen aus dem Herzen der Natur.“

Vom Rosa bis zum dunklen Purpur spielen seine Töne, doch die schönste und edelste Nuance ist ein sattes Karminrot, welche man als „Taubenblutrot“ bezeichnet.
Der Rubin symbolisiert das schönste der irdischen Glücksgüter – die Liebe, auch das Sinnbild der Beständigkeit. Er ist dem Sternzeichen des Krebses zugeordnet, besonderer Glückstein all derer , die im Juli Geburtstag haben.
Ansehen und Würde, Kühnheit und Tatkraft, Güte und Großherzigkeit soll er verleihen, Freiheit und Unabhängigkeit bewirken und bewahren.
Saphir - „der Stein der Treue“.

Die begehrteste Farbe von Saphiren ist das so genannte Kornblumenblau mit einer Spur von Purpur. Ebenso schön sind die königsblauen Saphire. Außer Blautönen gibt es Saphire in gelber und violetter Farbe, sowie in rosa und grün, orangefarben (Padparadscha) und farblos.
Der Saphir ist auch der Stein der Tugend und der Gerechtigkeit und der Monatsstein des Septembers. Er ist dem Sternzeichen der Jungfrau zugeordnet.
Die Beryll Familie
Der Beryll ist einer der vielfarbigsten Vertreter der Edelsteine. Er kommt in der Natur, farblos ( Goshenit), gelb (Goldberyll), rosa (Morganit), oder grüngelb (Heliodor)vor. Der wohl bekannteste Vertreter der Beryllgruppe ist der grüne, chromgefärbte Smaragd, welcher zu den wertvollsten Edelsteinen überhaupt gehört. Ebenfalls sehr beliebt ist der meeresblaue Aquamarin.
Das Wort Brille kommt von Beryll, da man im Mittelalter aus Beryll-Kristallen Lupen herstellte.
Der Beryll ist der Steine des Sternzeichen Zwillinge und des Monats Mai.
Bei Stress, Reisefieber und Heimweh sollen sie beruhigen. Auch bei Magen- und Darmerkrankungen und bei Augenleiden wird ihnen eine heilende Wirkung nachgesagt. Angeblich verstärken sie auch den Charme und die erotische Ausstrahlung ihrer Träger.
Smaragde - “die Tränen der Götter“

Das strahlende Grün der Smaragde hat bei Auktionen schon oft dazu geführt, dass für einen Smaragd mehr bezahlt wurde, als für einen gleichwertigen Diamanten. Das herrliche Smaragdgrün ist eine Farbe, die Harmonie, Liebe zur Natur und elementare Lebensfreude vermittelt. Satt sehen wird man sich an dieser einzigartigen Farbe nie.
Der größte Smaragd ist 16.300 Karat schwer und befindet sich im Museum Topkapi-Serail in Istanbul.
Nach wie vor ist Kolumbien Fundland Nummer Eins für feine Smaragde.
Einschlüsse (jardin) im Kristall sind, wenn sie das herrliche Grün nicht stören, sozusagen das Identitätsmerkmal.
Im Mittelalter waren Smaragde so selten und kostbar, dass sie nur Königen zugänglich waren. Das änderte sich als die Spanier aus Amerika Smaragde in nie zuvor gekannten Quantitäten und Qualitäten mitbrachten.
Heute gilt der Smaragd als Glücksstein der im Mai Geborenen.
Wer ehrgeizig und leidenschaftlich ist, der braucht nicht lange nach seinem Lieblingsstein zu suchen.
Uralter Überlieferung nach soll er Mut, Ausdauer und Kraft geben und nicht zuletzt wirtschaftlichen Erfolg und „außerordentlichen Reichtum“ bringen.
Aquamarin - „der Stein der Liebenden“

Der meerwasserblaue Stein, (daher sein Name aqua marina = Meerwasser) weckt Gefühle von Sympathie, Vertrauen, Harmonie oder Freundschaft. Dieses sind die guten Gefühle.
Der Sage nach stammt der Aquamarin aus dem Tresor der märchenhaften Seejungfrauen und gilt seit alten Zeiten als Glücksstein der Seeleute und Reisenden.
Heute gilt er als der besondere Glückstein der im März Geborenen, er wird dem Sternkreiszeichen der Fische zugeordnet.
Der Aquamarin ist ein idealer Edelstein, nicht nur für Verliebte und Ehepaare.
Die am höchsten bewerteten Aquamarine sind tief blau, ohne jemals das Blau der Saphire zu erreichen.
Perlen
Durch Verletzungen am tieferen Mantelgewebe der Muschel bildet sich dort eine Zyste. Kalziumkarbonat, das Baumaterial der Schale, wird dort abgeschieden und lagert sich Schicht um Schicht ab, was schlussendlich zur Perle führt. Die Bildung einer Zuchtperle kann von wenigen Monaten bis zu mehreren Jahren dauern.
Um Perlen zu bewerten werden fünf Kriterien genannt: die Form, Größe/Gewicht, der Lüster, die Reinheit der Oberfläche und die Farbe.
Der Lüster beschreibt den irisierenden Glanz der Perlenoberfläche, hervorgerufen durch die Lichtbrechung und die Reflexion des Lichts. Dies gilt als eines von fünf Hauptkriterien zur Bestimmung der Perlenqualität bei gleicher Größe.
Perlen sind in China das Symbol für Reichtum, Weisheit und Würde; in Japan bedeuten sie Glück, in Indien Kinderreichtum. In den arabischen Kulturen werden Frauen oder bestimmte Körperpartien wie z. B. Zähne oft mit Perlen verglichen. Die Perle galt darüber hinaus sowohl als Aphrodisiakum wie auch als Heilmittel für Melancholie und Wahnsinn. Sie ist auch das Symbol für Tränen.
Akoya-Zuchtperlen
Als Akoya-Zuchtperle bezeichnet man die klassische japanische Zuchtperle.
Sie gilt als eine der ältesten sowie bekanntesten Perlen und besticht durch ihre perfekt runden Formen und ihren brillanten Lüster (Glanz). Akoya-Zuchtperlen gibt es in den Größen von 2 mm bis 10 mm. Die Farbpalette reicht von créme über weiß-rosé, champagnerfarben bis graublau.
Chinesische Süßwasser-Zuchtperlen
Diese sind kernlose Zuchtperlen.
Süßwasser-Zuchtperlen gibt es in den Größen von 1 mm bis 20 mm und sie haben eine große Farbenvielfalt. Von weiß, flieder über pink, apricot, grau und khaki, sowie durch Nachbehandlung sind alle Farben möglich. Die Beliebtheit dieser Perle wächst permanent wegen ihrem niedrigen Anschaffungspreis und der unbegrenzten Formvielfalt von klassisch rund bis hin zu allen erdenklichen Fantasieformen.
Südsee-Zuchtperlen
Die Hauptzuchtgebiete der Südsee-Zuchtperlen liegen in Australien, Indonesien, den Philippinen und Tahiti. Südsee-Zuchtperlen werden mit Kern gezüchtet. Die Farbpalette reicht je nach Zuchtgebiet von weiß-blau (Australien) über créme-gold (Indonesien/Philippinen) bis hin zu hellgrau-schwarz (Tahiti). Die Südsee-Zuchtperle erreicht eine Größe von 8 mm bis 40 mm und gehört zu den teuersten Zuchtperlen. Obwohl die Tahiti-Zuchtperle als eigene Zuchtperlenart behandelt wird, gehört sie ebenso wie die anderen zu den Südsee-Zuchtperlen.
Tahiti-Zuchtperlen
Als Tahiti-Perlen bezeichnet man die Zuchtperlen der schwarzlippigen "Pinctada Margaritifera", die hauptsächlich aus Französisch-Polynesien stammen. Die Größe liegt zwischen 6 mm und 40 mm. Die Tahiti-Zuchtperle besticht durch ihre Farben von silbergrau-grün bis hin zu schwarz mit irisierenden Nuancen wie grün oder peacock in ausgezeichnetem Lüster (Glanz). Sie wird auch als „Königin der Perlen“ bezeichnet.
Andere bekannte Perlen
Biwa-Zuchtperlen: Biwa-See (Japan), 1-16 mm
Kasumigaura-Zuchtperlen: Kasumigaura-See (Japan)
Mabe-Zuchtperlen: sind sogenannte Halbperlen, 10-24 mm
Keshi-Zuchtperlen: sie wachsen im Meer, entstehen aber durch Zufall, ungewöhnlich unregelmäßig geformte, meist etwas flachere Perlen bis zu einer Größe von 30 mm
Tagua
Tagua ist der Samen der bis zu 7 Meter hohen Palme, die in den warmen Feuchtgebieten Kolumbiens und Ecuadors beheimatet ist. Diese Palme wächst bis zu einer Seehöhe von 1800 m. Nach der Ernte sind die Nüsse noch weich, daher werden sie vor der Verarbeitung mehrere Monate an der Sonne getrocknet bis sie die Härte von Knochen erlangen. Unter einer braunschwarzen Außenhaut erscheint nun ein elfenbeinfarbenes Material, das sich sägen, fräsen, drechseln, schnitzen, polieren und auch einfärben lässt. Etwa zwei Jahrhunderte lang war die Steinnuss als Elfenbeinersatz willkommen. So wurden Knäufe, Schachfiguren, Spielwürfel, Pfeifenköpfe, Figuren, Spielzeug und vieles mehr daraus hergestellt. In den 1920er Jahren hatte die Steinnuss ihre Hochzeit erreicht. Tonnenweise wurde sie nach Europa importiert und in industrieller Massenfertigung vor allem zu Knöpfen verarbeitet. Nach dem 2. Weltkrieg nahm die Verwendung von Tagua schnell ab, preiswertere synthetische Materialien ersetzten das Naturprodukt. Beim Gewinnen der Steinnussfrüchte bleiben die Palmen unversehrt. Dort, wo die Steinnuss für die Einheimischen zu einem überzeugenden wirtschaftlichen Faktor geworden ist, stellt man sich Abholzungsinteressen entgegen.
